Grundlagen der vollstationären Betreuung
in der Johannesburg ist die Gruppenpädagogik. Eine von einem
Erzieherteam angeleitete Gruppe als Lebensort für junge Menschen mit
verschiedenartigen Verhaltensproblemen, Erziehungsschwierigkeiten und
Lernschwächen erweist sich nach unserer Erfahrung als tragfähig und
flexibel.

Durch
die vielschichtigen Beziehungen zu erwachsenen und gleichaltrigen
Partnern wird die Gruppe für die Zeit der Förderung im Heim zum
Mittelpunkt der Lebensbeziehung. Schwierigkeiten und Konflikte, die
etwa im Zusammenhang mit Schule und Berufsausbildung oder im Elternhaus
auftreten, werden aktiv aufgegriffen, thematisiert und reflektiert, um
gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten, die an den Möglichkeiten und
Ressourcen des jungen Menschen orientiert sind. Dieses geschieht
einerseits einzelfallorientiert durch Gespräche und andererseits
gruppenorientiert, indem die sozialen Verhaltensweisen des einzelnen
von Fachkräften und durch Gleichaltrige in angeleiteter Form Reflexion,
Kontrolle und gegebenenfalls Korrektur erfahren. Im Zuge eines solchen
durchgehenden Rückmeldeprozesses werden die Verhaltensauffälligkeiten
und Störungsbilder eines jungen Menschen schrittweise zu verändern
versucht. Dabei werden auch kleinschrittige Erfolge systematisch
verstärkt, ausgehend von der Annahme, dass ein grundsätzliches
Sozialisationsvermögen und entsprechende Bereitschaft beim jungen
Menschen vorhanden sind und definierte Ziele auch erreicht werden
können.
Die vorhandenen Gruppen verfügen alle über Einzelzimmer und ermöglichen
Differenzierungen nach Symtomanlagen, Alter, pädagogischer
Herangehensweise und Intensität der pädagogischen Betreuung.